Erreichbarkeit
Antwortet die Website, das Portal, der Mailserver? Das ist der einfachste Test, und er ist schnell eingerichtet. Er findet den Totalausfall, aber auch nur den.
Ratgeber · Betrieb
In den meisten Vereinen ist die Antwort: ein Mitglied, das sich wundert. Bis daraus eine Fehlermeldung wird, vergeht ein halber Tag. Dieser Ratgeber zeigt, warum Störungen so spät auffallen, was man wirklich überwachen sollte und wann ein kostenloser Dienst dafür völlig genügt.
Wie eine Störung abläuft
Große Ausfälle sind unangenehm, aber sie sind wenigstens sofort sichtbar. Teuer wird die Sorte Störung, die niemandem auffällt: Ein Teil funktioniert nicht mehr, der Rest schon, und alle Beteiligten halten es für ihren eigenen Fehler.
So sieht das typischerweise aus:
Auf einem Server läuft die Festplatte voll. Nichts stürzt ab, nichts piept. Der Dienst nimmt nur keine neuen Daten mehr an.
Die Geschäftsstelle schreibt E-Mails wie immer. Zwei davon kommen nie an, aber die Fehlermeldung landet in einem Postfach, in das niemand schaut.
Eine Ehrenamtliche wundert sich, dass ihre Anmeldung zur Fahrt nicht bestätigt wurde. Sie hakt nicht nach, sie denkt, es dauert.
Jemand ruft an: „Bei uns geht das nicht.“ Was genau nicht geht, kann er nicht sagen. Die Suche beginnt beim eigenen Rechner, dann beim WLAN, dann beim Browser.
Der Verein meldet sich beim Dienstleister. Der findet den vollen Datenträger in wenigen Minuten. Das Problem war die ganze Zeit sichtbar, es hat nur niemand hingesehen.
Der Datenträger meldet sich, sobald er eine vorher gesetzte Schwelle überschreitet, also Tage bevor er voll ist. Aus dem Ausfall wird ein Wartungstermin.
Was überwacht gehört
Man muss nicht alles überwachen, um den größten Teil der Störungen früh zu sehen. Die folgenden fünf Punkte decken das ab, was in Geschäftsstellen tatsächlich schiefgeht. In dieser Reihenfolge sind sie auch sinnvoll einzuführen.
Antwortet die Website, das Portal, der Mailserver? Das ist der einfachste Test, und er ist schnell eingerichtet. Er findet den Totalausfall, aber auch nur den.
Kommt man auch wirklich hinein? Ein Server kann jede Anfrage beantworten, während die Anmeldung klemmt oder eine Nachricht in der Warteschlange hängt. Erst ein Test, der sich anmeldet, merkt das.
Speicherplatz, Arbeitsspeicher, Datenbanken. Die meisten Störungen kündigen sich hier an, und zwar lange vorher. Voll ist voll, aber „zu 85 Prozent voll“ ist eine Vorwarnung.
Zertifikate, Domains, Verträge. Ein abgelaufenes Zertifikat legt eine Seite genauso lahm wie ein defekter Server, nur dass der Termin Monate vorher bekannt war.
Läuft die Sicherung wirklich, und lässt sich daraus etwas zurückholen? Eine Sicherung, die seit Wochen stillsteht, fällt sonst genau in dem Moment auf, in dem man sie braucht.
Selbst machen oder machen lassen
Das ist keine Bescheidenheit, sondern eine Frage der Größe. Wer eine Website und ein Postfach hat, braucht keinen Dienstleister für die Überwachung. Ab einer Geschäftsstelle mit eigenen Systemen sieht es anders aus.
Selbst einrichten
Betreuen lassen
Ein ehrlicher Hinweis in eigener Sache: Wir verdienen Geld mit der zweiten Spalte. Trotzdem gilt die erste. Wenn Ihr Verein eine Website und ein paar Postfächer betreibt, richten Sie sich einen kostenlosen Uptime-Dienst ein und sparen Sie sich das Geld für Wichtigeres.
Was es nicht leistet
Sie verkürzt die Zeit zwischen „etwas ist kaputt“ und „jemand weiß davon“. Das ist viel wert, aber es ist auch alles. Wer Überwachung einführt und sonst nichts ändert, hat am Ende eine gut dokumentierte Störung.
Dazu gehören deshalb zwei Dinge, die keine Software mitbringt: jemand, der die Meldungen liest, und eine Absprache, was dann passiert. Beides muss nicht aufwendig sein: Eine Person, eine Telefonnummer und die Verabredung, wer im Zweifel entscheidet, reichen für die meisten Vereine völlig aus.
Und Überwachung ersetzt keine Sicherung. Sie kann Ihnen sagen, dass die Sicherung nicht mehr läuft; zurückholen kann sie nichts.
Häufige Fragen
In den meisten Vereinen über die Menschen: Jemand wundert sich, jemand ruft an. Das dauert, und es liefert keine brauchbare Fehlerbeschreibung. Eine automatische Überwachung dreht die Richtung um: Sie meldet die Störung, statt auf eine Beschwerde zu warten, und sagt gleich, welches System betroffen ist.
Das reicht von null bis zu einem regulären Dienstleistungsvertrag. Ein kostenloser Uptime-Dienst, der ein paar Adressen anpingt, kostet nichts. Eine selbst betriebene Lösung kostet keine Lizenz, aber Arbeitszeit. Überwachung als Teil eines Betreuungsvertrags wird nach Aufwand kalkuliert und hängt davon ab, wie viele Systeme dazugehören.
Für eine Vereinswebsite und ein, zwei öffentliche Adressen: oft ja. Solche Dienste rufen in festen Abständen eine Adresse auf und schicken eine E-Mail, wenn keine Antwort kommt. Was sie nicht sehen, ist alles, was hinter der Anmeldung passiert: volle Datenträger, klemmende Warteschlangen, stillstehende Sicherungen. Wer nur eine Website hat, kommt damit weit; wer eine Geschäftsstelle betreibt, stößt schnell an die Grenze.
Erreichbarkeit heißt: Das System antwortet. Funktion heißt: Man kann damit arbeiten. Dazwischen liegen die unangenehmsten Störungen, weil alles grün aussieht und trotzdem niemand an seine Termine kommt. Prüfen lässt sich das nur, indem man den Vorgang tatsächlich durchspielt: sich anmelden, eine Testnachricht zustellen, eine Datei ablegen.
Drei Dinge, und zwar auf Papier oder an der Wand, weil im Störungsfall womöglich gerade die Dateiablage fehlt: Wer wird informiert und über welche Nummer. Welche Dienste gibt es überhaupt und wer betreibt sie. Und wo lässt sich nachsehen, ob es an einem selbst liegt oder am Anbieter. Ohne den dritten Punkt telefonieren im Zweifel fünf Personen parallel derselben Störung hinterher.
Nötig ist sie nicht, aber sie spart im Ernstfall viel Zeit. Eine Statusseite beantwortet die erste Frage jeder Störung, nämlich ob es am eigenen Haus oder am Anbieter liegt, ohne Anruf und ohne Wartezeit. Wenn Ihr Anbieter so etwas anbietet, sollten Sie die Adresse kennen, bevor Sie sie brauchen.
Wir überwachen die Dienste, die wir betreiben, mit echten Anmelde- und Zugriffstests, und jede Organisation sieht auf einer eigenen Statusseite, was gerade läuft. Auf Wunsch nehmen wir auch Systeme mit auf, die nicht bei uns liegen.
Sagen Sie uns in zwei, drei Sätzen, welche Dienste Ihre Organisation nutzt und wer sie betreibt. Wir sagen Ihnen ehrlich, was sich davon lohnt zu überwachen, auch dann, wenn Sie das selbst einrichten möchten.
Ohne Vertrag und ohne Zahlungsdaten. Sie entscheiden, ob es bei einer Anfrage bleibt oder Sie Connecteeva gleich ausprobieren.
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